A-fair - ein neues Informations-Lizenzmodell
  • Finden Sie es ärgerlich, dass Software-Entwicklern trotz teurer und umständlicher Schutzmaßnahmen die Ideen geklaut werden?
  • Ärgern Sie sich über unangemessen hohe Software-Preise, die zum Raubkopieren verleiten?
  • Fragen Sie sich, wie in Zukunft bei der schnellen Informationsverbreitung durch das Internet Urheber- und Patentrechte angemessen gewahrt werden können?

 
A-fair ist ein neues Lizenzmodell, das Lösungen für die genannten Probleme bietet und dabei besonders kleine Betriebe und Privatpersonen begünstigt. Ursprünglich für Softwareprodukte entwickelt, ist die A-fair-Lizenz auf jegliches geistiges Eigentum anwendbar, also zum Beispiel für Musik, Literatur, Bilder und Erfindungen.

A-fair vereinfacht die Veröffentlichung, Nutzung und Verwertung neuer Informationen für alle Beteiligten. Angelehnt an etablierte Lizenzmodelle für Software (GNU General Public Licence, "Open Source", Shareware-Lizenzen) und die Regeln für das Zitieren in der wissenschaftlichen Literatur, verwirklicht die A-fair-Lizenz die folgenden Grundsätze:
    
 
Die Grundsätze der A-fair-Lizenz:
  • Der Anwender bestimmt die Vergütung
    Alle unter A-fair angebotenen Werke sind uneingeschränkt für jedermann nutzbar. Der Anwender zahlt erst eine Vergütung, wenn er einen konkreten Nutzen hat. Die Höhe der Vergütung bestimmt er selbst.  
  • Fairness wird belohnt
    Wer mit A-fair-Werken Profit macht, legt diese Verwendung offen und gibt dabei auch an, welcher Anteil seiner Einnahmen den Autoren zukommt. (Etwa bei Software-Distributionen, Konzerten, Videos.) Die interessierte Öffentlichkeit berücksichtigt diese faire Beteiligung der Urheber bei der Auswahl der Produkte.
  • A-fair-Services sorgen für Transparenz
    Im Internet erreichbare A-fair-Services machen die Angaben der Anwender und Autoren überprüfbar. Sie organisieren die Verteilung der Anwendervergütungen und dokumentieren deren Verwendung lückenlos.
  • Juristische Auseinandersetzungen werden vermieden
    Selbst wenn große Teile der Rechte aus der A-fair-Lizenz vermutlich in vielen Ländern juristisch einklagbar sind, ist jedoch in den meisten Fällen der Aufwand  größer als der Nutzen. Ein juristisches Verfahren bedeutet für Autor und Anwender erhebliche Risiken. Verstöße werden deshalb vom Autor hingenommen, und es wird stattdessen auf das Fairness-Bewusstsein der Öffentlichkeit vertraut. Eine massive Öffentlichkeitskampagne gegen einen (vermeintlich) unfairen Anbieter gilt jedoch selbst als unfair. 
  • Die Veröffentlichung erfolgt möglichst früh und verheimlicht nichts
    Ideen müssen nicht bis zur Marktreife entwickelt werden. Unter A-fair veröffentlichte (unfertige) Konzepte können mit geringem Risiko veröffentlicht werden. Wenn ein leistungsfähiger Interessent (oder die Internet Community) die Idee zum marktreifen Produkt weiterentwickelt, kann der Urheber darauf vertrauen, angemessen beteiligt zu werden.

  © / AfL, A-fair.de 02-10/00