Die A-fair-Lizenzbestimmungen (Version 1.02d)

 
a) Einführung - Fairness - Bindungswirkung
  • Diese Bestimmungen regeln die Nutzungsrechte in Bezug auf Informationen, die über einen A-fair-Service angeboten werden. Die A-fair-Lizenz bindet drei beteiligte Parteien: Autor, Anwender und A-fair-Service.
  • Die Rechte und Pflichten der beteiligten Parteien sind aus dem der A-fair-Lizenz zugrunde gelegten Fairness-Prinzip abgeleitet. Im Zweifelsfall ist dieses Prinzip bei der Auslegung der Lizenzbestimmungen heranzuziehen.
  • Diese Lizenzbestimmungen sind je nach nationalem Recht nur zum Teil juristisch durchsetzbar. (Aber auch in Deutschland mag die Rechtslage bezüglich der neuartigen A-fair-Lizenz unklar sein.) Unter anderem sind die (juristisch etablierten) Rechte des Autors auch abhängig von der Art der veröffentlichten Information.
    In den verschiedenen Ländern gelten im juristischen Sinne daher nur diejenigen Bestimmungen, die dem jeweiligen nationalen Recht nicht widersprechen. Die übrigen (dort nichtigen) Bestimmungen haben dann aber noch Aufforderungscharakter.
  • Diese Lizenzbestimmungen enthalten eine Verpflichtung zum fairen Umgang miteinander. Unabhängig davon, ob die Bestimmungen vor Gericht einklagbar sind, sollen sie von allen Parteien geachtet werden.
    Bei einem (vermuteten) Verstoß gegen diese Bestimmungen soll auf juristische Auseinandersetzungen verzichtet werden.
  • Spätere Versionen der A-fair-Lizenzbestimmungen müssen so gestaltet werden, dass sie dem Geist dieser Bestimmungen nicht widersprechen. Vorschläge zu solchen Änderungen müssen mit den Entwicklern der A-fair-Lizenz (www.a-fair.de) abgestimmt werden. Später kann für diesen Zweck ein eigenes Gremium gegründet werden.

 
 
b) Rechte des Autors
  • Ein Autor hat ein Recht darauf, dass seine Urheberschaft bei jeder Verwendung seiner Werke in zumutbarer Weise genannt wird.
  • Er hat das Recht, einen A-fair-Service (oder mehrere) zu beauftragen, sein Werk anzubieten und die Verwaltung der eingehenden Vergütungen zu übernehmen.
  • Der Autor hat das Recht, die ihm zustehenden Vergütungen durch den A-fair-Service umgehend ausgezahlt zu bekommen. Er hat das Recht, die Auszahlung von Vergütungen im Einzelfall abzulehnen. Den Umgang des A-fair-Services mit dieser Vergütung regeln dessen Geschäftsbedingungen.
c) Pflichten des Autors
  • Der Autor sichert zu, dass die Veröffentlichung seiner Informationen unter seinem Namen weder rechts- noch sittenwidrig ist.
    Sollte sich herausstellen, dass wider besseres Wissen die Veröffentlichung der Informationen rechts- oder sittenwidrig war, darf er seine Informationen nicht weiter unter A-fair-Lizenz anbieten.
  • Der Autor gestattet dem A-fair-Service bis auf weiteres die Veröffentlichung des Standorts der betreffenden Informationen, seiner Identität und der vom A-fair-Service gezahlten Vergütung.
  • Er muss bei der Veröffentlichung seine Quellen nach bestem Wissen offenlegen und soll einen angemessenen Anteil der vom A-fair-Service erhaltenen Vergütungen als Anwender über einen A-fair-Service an die Autoren seiner Quellen verteilen, sofern diese ebenfalls unter A-fair-Lizenz veröffentlicht haben. Das soll auch geschehen, wenn die betreffenden Informationen auf sonstige Weise unentgeltlich erlangt wurden und die Autoren vergleichbare Möglichkeiten anbieten, sie angemessen finanziell zu vergüten.
  • Der Autor verweist im Rahmen seiner Veröffentlichung an auffälliger Stelle auf die A-fair-Lizenz und den betreffenden A-fair-Service (zum Beispiel durch einen WWW-Link).
  • Er versichert, die Vergütungen, die er vom A-fair-Service erhält, nach den für seinen Wohnort gültigen Gesetzen zu versteuern.


 
d) Rechte des Anwenders
  • Der Anwender hat das Recht zur unbeschränkten Nutzung und Verwertung der angebotenen Informationen. Er hat das Recht, eine seinem Nutzen angemessene Höhe einer Vergütung für den Autor festzusetzen. Er kann entscheiden, ob er die Zahlung der Vergütung beim A-fair-Service - wie empfohlen - öffentlich macht.
  • Er hat das Recht, mit dem Verweis auf die vom A-fair-Service veröffentlichten Daten zu werben.
e) Pflichten des Anwenders
  • Wenn der Anwender von der Information des Autors materiell profitiert, muss er den Autor mit einen angemessenen Teil des eigenen Profits vergüten. Diese Vergütung ist zur Vermittlung an einen vom Autor gewählten A-fair-Service zu zahlen.
  • Wenn ein Anwender durch die Information des Autors immaterielle Vorteile (Zeitersparnis, Wissensgewinn, Vergnügen) hat oder andere Ausgaben einspart, muss er dem Autor eine angemessene Vergütung zahlen, diese kann er den eigenen finanziellen Verhältnissen anpassen.
  • Entwickelt der Anwender die Informationen weiter oder ändert sie ab, um sie selbst zu veröffentlichen, soll er sie unter A-fair-Lizenz anzubieten und muss den Autor der Vorgängerversion mit einem angemessenen Anteil an Autorenvergütungen (oder anderen entsprechenden Einnahmen) beteiligen.
  • Handelt es sich um Software, die dem Copyleft der GNU Free Software Foundation unterliegt, gelten die vorigen drei Punkte nur insoweit sie den Prinzipien von "Free Software" nicht widersprechen. Die Anwender sind jedoch aufgefordert, den Wunsch des Autors nach Anwendungen der A-fair-Bestimmungen freiwillig zu beachten.
  • Der Anwender weist bei jeder Anwendung und Weiterentwicklung der über den A-fair-Service bezogenen Idee auf den Autor und den A-fair-Service hin.
  • Der Anwender berechtigt den A-fair-Service zur Veröffentlichung der Höhe der vom Anwender gezahlten Vergütungen, sowie der Angabe, für welche Informationen die Vergütung gezahlt wurde.


 
f) Rechte des A-fair-Service
  • Der A-fair-Service kann die Veröffentlichung bestimmter Informationen ablehnen oder nachträglich kündigen. Er trägt nicht die Verantwortung für rechts- oder sittenwidrige Inhalte, solange er nicht vor ihrer Veröffentlichung von der Rechts- oder Sittenwidrigkeit der Informationen glaubhaft erfahren hat.
  • Er darf auf die Angaben zur Identität des Autors vertrauen. Er übernimmt keinerlei Verantwortung für die Richtigkeit der veröffentlichten Informationen.
  • Der A-fair-Service hat das Recht, für seinen Aufwand für Veröffentlichung der vom Autor angebotenen Werke und des Nachweises der gezahlten Vergütungen, sowie für die Verwaltung der Vergütungen einen fairen Anteil an den Vergütungen einzubehalten.
  • Er hat das Recht, die angebotene Information sowie die Dokumentation der Vergütungen in fairer Weise darzustellen.
  • Der A-fair-Service darf auf die Angaben zur Identität des Anwenders vertrauen.
  • Er hat das Recht, als Gegenleistung für die Zahlung des Anwenders angemessen für diesen zu werben.
g) Pflichten des A-fair-Service
  • Der A-fair-Service veröffentlicht den Standort der Informationen (z.B. als Verweis) oder die Informationen selber sowie die Identität des Autors. Er bemüht sich, in angemessener Form für den einzelnen Autor zu werben.
  • Die Form und den Zeitpunkt sowie die Dauer der jeweiligen Veröffentlichung regelt der A-fair-Service in seinen Geschäftsbedingungen. Diese Geschäftsbedingungen müssen mit der Gründung eines A-fair-Services vorliegen und dürfen keine Widersprüche zu diesen Lizenzbestimmungen enthalten.
  • Der A-fair-Service hat die Pflicht, die eingehenden Vergütungen fair zu verwalten und auf dem in den Geschäftsbedingungen vereinbarten Weg weiterzugeben. Der Verbleib der Zahlungen wird vom A-fair-Service lückenlos dokumentiert und veröffentlicht. Dabei wird er auch die Herkunft der Gelder offenlegen, wenn dies der zahlende Anwender nicht ausdrücklich untersagt.
  • Der A-fair-Service muss bei der Veröffentlichung von Informationen die Rechte Dritter berücksichtigen, sobald ihm diese bekannt werden.
  • Der A-fair-Service verzichtet darauf, die Fairness eines Autoren zu beurteilen oder zu kommentieren.
  • Er geht unter keinen Umständen juristisch aktiv (als Kläger) gegen den Autor vor.
  • Der A-fair-Service bemüht sich, in angemessener Form für den einzelnen Anwender zu werben.
  • Der A-fair-Service verzichtet darauf, die Fairness eines Anwenders zu beurteilen oder zu kommentieren.
  • Er geht unter keinen Umständen juristisch aktiv (als Kläger) gegen einen Anwender vor.
  • Der A-fair-Service nutzt selbst die A-fair-Lizenz und vergütet deren Autor (a-fair.de GbR) über einen A-fair-Service in angemessener Weise.

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