Häufig gestellte Fragen zu A-fair.de (FAQ)

 
a) Allgemeine Fragen zur A-fair-Lizenz:

b) Fragen zur Lösung praktischer A-fair-Probleme:

c) Fragen zu Fällen (berechtigten?) Misstrauens gegen A-fair:

d) Fragen zu Einzelproblemen von A-fair:


 
a) Allgemeine Fragen zur A-fair-Lizenz:

Ich bin Anwender und nutze eine Information erfolgreich. Warum sollte ich zahlen?
Bisher war das Bezahlen für Informationen eine lästige Pflicht. Jetzt tun Sie etwas Gutes:
  • Erstens für sich selbst, bei der Nutzung der Information können Sie auf die Zahlung der Vergütung verweisen. Sie dokumentieren dadurch Ihre faire Einstellung. Wenn Sie selbst öffentlich auftreten, können Sie als Unterstützer der A-fair-Idee Ansehen, Vertrauen und Kunden gewinnen.
  • Zweitens für den Autor, der kriegt, was er verdient - nicht mehr und nicht weniger.
  • Drittens für die A-fair-Idee allgemein und speziell den betreffenden A-fair-Service als "Organ" der A-fair-Idee.

Wozu brauche ich eigentlich den A-fair-Service? Kann ich nicht auch direkt an den Autor zahlen?
Wenn Sie als Anwender den Autor vergüten, verhalten Sie sich fair. Dann sollten Sie auch dem A-fair-Service gegenüber fair sein. Schließlich bietet er Ihnen einen übersichtlichen einheitlichen Zugang zu Informationen und eine einheitliche vertrauenswürdige Möglichkeit diese zu vergüten und die Vergütung nachzuweisen. Dem Autor nimmt der A-fair-Service Verwaltungsarbeit und einen Teil der Werbung ab, daher sollte auch der Autor daran interessiert sein, dass der A-fairService seinen Anteil erhält.
   
Widerspricht die A-fair-Lizenz dem Copyleft-Prinzip der GNU General Public Licence?
Nein. Die Definition von  "Free Software" hat uns wichtige Anregungen gegeben. Die A-fair-Lizenz verlangt vom Autor die gleiche Freigabe seiner Informationen zur allgemeinen Nutzung und Verwertung (bzw. Veränderung).
Die A-fair-Lizenz fordert allerdings zu angemessenen Zahlungen an den Autor auf, GNU verbietet es hingegen, den Anwender zu Zahlungen zu verpflichten. Das erlaubt aber, dass sie sich freiwillig erkenntlich zeigen. Andererseits sind die GNU-Bestimmungen juristisch unangreifbar, während die der A-fair-Lizenz nur durchsetzbar sind, wenn sich die Beteiligten fair verhalten.
Damit kein juristischer Widerspruch konstruiert werden kann, haben wir für GNU-lizensierter Software einen Passus in die A-fair-Lizenz eingefügt, der im Zweifelsfall den Bestimmungen von GNU den Vorrang einräumt. In der Praxis, bei allseitig fairem Verhalten, dürfte dies jedoch keine Auswirkungen haben.
Allerdings rechnen wir mit einer Diskussion innerhalb der GNU-Gemeinde zu diesem Thema, wenn A-fair bekannter wird. Wir bleiben dabei offen für Anregungen und für Änderungen und Ergänzungen zur A-fair-Lizenz, wenn sie dem Prinzip der Fairness nicht widersprechen.
Wir empfehlen Software-Autoren, ihr Produkt mit dem "Copyleft" in einer der von GNU vorgesehenen Arten (also mit der Anwenderpflicht, die Software nur mit zugehörigem Quelltext zu verbreiten, sowie jede Verwertung zuzulassen) zu versehen und dann bezüglich der sonstigen Modalitäten der A-fair-Lizenz zu unterstellen. Weil wir in der GNU-GPL einen Stammvater der A-fair-Lizenz sehen, beteiligen wir auch die GNU Free Software Foundation wie einen früheren Autor mit 10 % an unserem Autorenvergütungen für die A-fair-Lizenz und die A-fair-Service-Geschäftsidee.
Das Offenlegen des Programmcodes als Quelltext ist für die A-fair-Lizenz nicht explizit notwendig. Allerdings schadet es nicht, und Sie erhöhen damit das Vertrauen in Ihr Produkt und vergrößern die Wahrscheinlichkeit, dass es jemand verbessert und Sie von der größeren Verbreitung profitieren.
 
Verringert die A-fair-Lizenz die Rechtssicherheit?
Theoretisch ja, durch den weitgehenden Verzicht auf juristische Schritte wird eine missbräuchliche Nutzung von geistigen Eigentum weniger angreifbar als bei geltender Rechtslage. Die Entwicklung des öffentlichen Fairness-Verständnisses ist weniger gesichert als geschriebenes Recht.
In der Praxis jedoch kann die A-fair-Lizenz die Chance eröffnen, geistiges Eigentum zu verwerten, wo es bisher aussichtslos war.
Vor allem aber schützt die A-fair-Lizenz den Anwender vor unerwarteten (unfairen) Forderungen.

b) Fragen zur Lösung praktischer A-fair-Probleme:

 
Ich bin Autor, was tue ich, wenn ein Anwender nichts zahlt?
Wir empfehlen: Nichts. Zunächst besteht die Verpflichtung des Anwenders nicht dem Autor, sondern ausschließlich dem betreffenden A-fair-Service gegenüber. Die Gründe, warum er nicht zahlt, können aus seiner Sicht berechtigt bzw. fair sein oder auch nicht. Vertrauen Sie auf die Kontrolle durch die Öffentlichkeit und freuen Sie sich über die anderen fairen Anwender.
 
Ich finde eine meiner Informationen unter dem Namen eines anderen Autors veröffentlicht. Was soll ich tun?
Schreiben Sie dem Autor, überprüfen Sie die von ihm angegebenen Quellen. Es kommt ja durchaus vor, dass eine Information gleichzeitig mehreren Köpfen entspringt.
Wenn es sich um eine (z.B. als Patent) rechtlich geschützte Information handelt, so könnten Sie vermutlich von den Anwendern eine Entschädigung verlangen. Außerdem sollte der bei uns registrierte Autor auf Ihre Rechte hinweisen. Möglicherweise können Sie dann auch eine Unterlassung der Veröffentlichung verlangen. Wir würden Sie bitten, den veröffentlichenden vermeintlichen Autor und die Anwender fair zu behandeln und sie nicht durch überzogene Forderungen, insbesondere auch nicht durch gebührenbehaftete Abmahnungen (neuerdings eine übliche Praxis bei Markenrechtsverletzungen), zu ruinieren. Weil die nach dem A-fair-Prinzip veröffentlichten Informationen von jedem einsehbar sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Verletzung Ihrer Rechte unbeabsichtigt war. Vielleicht haben Sie ja durch die Veröffentlichung sogar neue Kunden gefunden.
Wenn Sie nachweisen können, dass Ihre Information zwar nicht rechtlich geschützt, aber älter oder unabhängig von der veröffentlichten ist, können Sie versuchen, sich mit dem Autor auf eine Aufteilung der Autorenvergütungen zu einigen. Vielleicht können Sie auch Verbesserungen beitragen und als neuer Autor Ihre Information anbieten. Sie sollten dann aber dem anderen Autor auch einen Vergütungsanteil einräumen.
Wenn Sie keine Urheberschaft nachweisen können und der andere Autor Ihnen nicht glaubt, sind Sie zu spät gekommen. Seien Sie froh, dass der Autor kein Patent erwirkt hat, sondern eine A-fair-Lizenz vergibt. Sonst hätten Sie für die Nutzung ihrer eigenen Information noch Gebühren zahlen müssen. Sie können natürlich immer noch auf eigene Faust veröffentlichen, aber bedenken Sie dabei die Wirkung auf Außenstehende. Es ist auf jeden Fall besser, mit dem ersten Autor zu kooperieren; vielleicht wird Ihre Information durch die Zusammenarbeit noch wirksamer - vor allem auch, wenn eine der beiden Veröffentlichungen im Detail besser formuliert ist. Dann können nicht nur beide Seiten, sondern auch alle Anwender von den Verbesserungen profitieren.
 
Wie überprüft Ihr A-fair-Service die Identität der Autoren?
Zunächst gar nicht. Allerdings muß es ja eine Bankverbindung geben, wenn der Autor von uns Vergütungen bekommen will. Da Banken die Identität eines Kontoinhabers viel genauer prüfen als wir es je könnten, halten wir die Identität für gesichert, wenn eine als seriös geltende Bank für den Autor Zahlungen annimmt.
 
Wie prüft der A-fair-Service die Identität der Anwender?
Zunächst gar nicht. Aber wenn der Anwender Vergütungen an uns zahlt, können wir die Identität wie im obigen Fall aus der Kontoverbindung heraus überprüfen.
 
Wie prüft der A-fair-Service, ob ein Autor, der bei Ihnen veröffentlicht, geistiger Eigentümer seiner Idee ist?
Das prüfen wir nicht. Nach den Regeln der A-fair-Lizenz versichert uns der Autor, dass er zumindest glaubt, geistiger Eigentümer zu sein. Da diese Behauptung für jeden einsehbar ist, ist es nicht sinnvoll, bewusst die Öffentlichkeit zu täuschen.
 
In welcher Höhe sollte ich Anwendervergütungen an den A-fair-Service zahlen?
Nach den Lizenz- und Geschäftsbedingungen ist das Ihnen überlassen. Als groben Anhaltspunkt schlagen wir folgende Überschlagsrechnung vor: Schätzen Sie, wieviel Mehrausgaben (bzw. Mindereinnahmen) Sie ohne die vom A-fair-Service bezogene Information hätten. (Z. B. indem Sie eine Konkurenzsoftware kaufen müssten, ein geschütztes Musikstück aufführen müssten etc.) Zahlen Sie von diesem Betrag ca. 20%.
 
Kann ich selbst einen A-fair-Service eröffnen?
Ja, die A-fair-Idee unterliegt selbst der A-fair-Lizenz und wird von jedem A-fair-Service angeboten. Wenn Ihr eigener Service Gewinn abwirft, wäre eine faire Anwenderzuwendung für die a-fair.de GbR als Autor der A-fair-Lizenz fällig.
Es wäre sicher geschickt (und auch fair), sich inhaltlich oder regional zu spezialisieren, Sie können natürlich auch mit Verbesserungen Autoren und Anwender gewinnen. Etwa (speziell im Software-Bereich) mit einer guten Benutzerführung oder einer ausgefeilten Suchfunktion auf Ihrer Website.
 
Kann ich an Ihren A-fair-Service auch Bagatellbeträge zahlen?
Zur Zeit noch nicht, aber für die Zukunft ist vorgesehen, dass Sie einen Gesamtbetrag für mehrere genutzte Informationen bei einer einzigen Buchung zahlen und uns dann auf einem Web-Formular mitteilen, wie der Betrag zu verwenden ist.
 
Wie bekomme ich meine Autorenvergütungen?
Wir setzen voraus, dass Sie eine Bankverbindung angeben. Wenn der Ihnen zustehende Betrag groß genug ist, dass sich eine Überweisung lohnt (z.Zt. 50 EURO), überweisen wir einmal monatlich nach Abzug der Überweisungskosten und 5% für unseren Service.
Den jeweiligen Status können Sie auf der Abrechnungsseite für Ihre Information überprüfen.
 
Was machen Sie mit nicht zustellbaren oder abgelehnten Autorenzuwendungen?
Nach Vermerk auf der Abrechnungsseite werden diese Beträge einem Fonds zugeschlagen. Aus diesem Fonds entnehmen wir Gelder, die für hoffentlich seltene Rechtsstreitigkeiten erforderlich sind - laut Geschäftsbedingungen nur möglich, wenn gegen uns geklagt wird. Evtl. unterstützen wir auch Autoren, die offensichtlich unfair behandelt wurden. Einen Anspruch auf diese Gelder gibt es nicht, aber wir legen die Verwendung aller Fondsgelder offen, damit die faire Verwendung überprüfbar ist.
 
Kann auch ein Autor anonym bleiben?
Wir finden das nicht fair. Der Verbleib der Vergütungen lässt sich dann nicht mehr vollständig dokumentieren. Vorstellbar ist jedoch, dass z. B. ein Schriftsteller ein eingetragenes Pseudonym verwendet.

c) Fragen zu Fällen (berechtigten?) Misstrauens gegen A-fair:


Ist Ihr Service (www.a-fair.de) wirklich fair?
Wir geben uns Mühe, darauf beruht unsere Marktchance. Probieren Sie es aus, fragen Sie Autoren und Anwender. Folgen Sie dazu den Links auf unseren Webseiten. Lesen Sie unsere AGB. Wenn Sie weiter Zweifel haben, nutzen Sie lieber einen anderen Service oder eine Lizenz, die Ihnen fairer oder einfach besser erscheint.
 
Warum macht A-fair.de stellenweise einen unprofessionellen Eindruck?
Wir sind tatsächlich Amateure, für jeden in unserem Team ist der Betrieb von A-fair.de absolut nachrangig zum Beruf bzw. dem Studium. Die Gesellschaftsform GbR haben wir gewählt, weil wir ein Geschäftskonto brauchen, und weil wir ehrlich zum Ausdruck bringen wollen, dass das A-fair-Konzept durchaus auch kommerzielle Ziele verfolgen darf. Wir haben aber nicht vor, A-fair.de selbst zu einem großen Unternehmen auszuweiten, sondern hoffen, dass in Zukunft Firmen mit größeren Kapazitäten eigene A-fair-Services anbieten.
Das bedeutet aber nicht, dass wir unzuverlässig sind, schließlich wollen wir A-fair zum Durchbruch verhelfen. - Die zur Zeit noch geringe Anzahl von Anwendern und Autoren können wir gut verkraften. Und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gern an.
 
Wie überprüft der A-fair-Service, ob ein Anwender die Idee nutzt, ohne zu zahlen?
Das kontrollieren wir nicht. Aber die Kunden, Mitarbeiter und Konkurrenten sollten kritisch reagieren, wenn sich herausstellt, dass jemand unter A-fair-Lizenz veröffentlichte Informationen nutzt, ohne zu zahlen, oder gar die Zahlung einer Vergütung vorspiegelt. Letzteres ist ja leicht zu überprüfen.
 
Kann ich als Anwender auch anonym bleiben?
Ja. Das empfehlen wir aber nicht und halten es auch nur in Ausnahmefällen für sinnvoll. (Siehe auch folgende Fragen.)
 
Muss ich mit unerwünschter Werbung (Spam) rechnen, wenn ich eine Anwendervergütung zahle und mein Name veröffentlicht wird?
Spam halten wir für unfair. Wir selbst schicken keine Massenmails an Anwender und natürlich verkaufen wir keine Adressen. Es kann allerdings sinnvoll sein, wenn der Autor Ihre Adresse kennt, damit er Sie z. B. von Updates benachrichtigen kann. Ihre Adresse als die eines fairen Anwenders kann aber auch werbewirksam sein.
Bis April 2000 haben wir auf Wunsch auch Email-Adressen von Anwendern veröffentlicht. Inzwischen ist das aber nicht mehr vorgesehen, stattdessen können die Anwender einen Web-Link eintragen lassen. Wir gehen davon aus, dass die Anwender an der Verbreitung dieser Links interessiert sind und werden zukünftig Suchmaschinen den Besuch dieser Links nicht mehr untersagen.
( Bis jetzt -24. 4. 2000- gilt aber noch folgende Regelung:
Als kleine Gegenmaßnahme gegen Missbrauch durch Fremde steht auf den entsprechenden Seiten im HTML-Header das Tag <meta name="robots" content="noindex">. Damit wird Suchmaschinen untersagt, diese Seiten automatisch zu durchsuchen. Wenn Sie den Eindruck haben, Ihre Angaben beim A-fair-Service werden missbraucht, schreiben Sie uns bitte umgehend an abuse@a-fair.de.
Sie können sich auch überlegen, ob Sie zwar Ihren Namen, nicht jedoch Ihre Email-Adresse bei der Zahlung angeben. Evtl. sollten Sie dem Autor dann Ihre Adresse separat mitteilen.)
 
Wie hält es der A-fair-Service mit dem Datenschutz?
Bei einer Zahlung haben Sie die Wahl, bei welchen persönlichen Daten Sie der Veröffentlichung zustimmen. Wir geben keine Daten ohne Ihre Zustimmung weiter. Beachten Sie aber die Antwort auf die vorige Frage.
Man könnte befürchten, dass durch die Veröffentlichung der Anwendervergütungen ein "gläserner Kunde" entsteht. Solche Verwendung unserer Daten wären ein unfairer Missbrauch. Solange das A-fair-Prinzip aber nur einen geringen Umfang des Marktes bestimmt, ist diese Gefahr gering.
 
Ich finde, Ihr A-fair-Service verhält sich manchmal unfair. Was kann ich da tun?
Wir geben uns große Mühe, fair zu sein. Teilen Sie uns Verbesserungsvorschläge bitte umgehend mit. Wir werden Ihr Schreiben und unsere Anwort veröffentlichen. Vielleicht ist Ihre Information so nützlich, dass wir Ihnen eine Autorenvergütung zahlen. Wenn wir Ihren Vorschlag nicht annehmen, können Sie immer noch zu einem anderem Service wechseln.
 
Wo bleibt bei Ihrem A-fair-Service meine Anwendervergütung?
Auf der Abrechnungsseite der betreffenden Information gibt es Verweise   auf die Bestätigung Ihrer Zahlung und auf die Aufschlüsselung der Verwendung. Sie können dort jeweils den Links weiter folgen, bis Sie bei einer einzelnen Person oder Organisation anlangen.
 
Was geschieht mit meinen Rechten, wenn ein A-fair-Service seinen Dienst einstellt?
Die Rechte durch die A-fair-Lizenz sind nicht an einen bestimmten A-fair-Service gebunden, Sie können sogar mehrere A-fair-Services gleichzeitig beauftragen. Der Anwender bestimmt, an welchen Service er Vergütungen zahlt.
Falls ein Anwender Zahlungen an einen nicht mehr existenten A-fair-Service glaubhaft machen kann, sollte man dies auf angemessene Weise bei einem anderen A-fair-Service dokumentieren. In der Regel sollte der frühere A-fair-Service seine Daten darür zur Verfügung stellen.

 
d) Fragen zu Einzelproblemen von A-fair:

Sollen Schulen oder ähnliche Institutionen Anwendervergütungen zahlen?
In der Regel nicht. Wenn die betreffende Information auch außerhalb der Schule genutzt wird, tragen Sie mit zu ihrer Verbreitung bei, was dann auch für den Autor ein Vorteil ist. Wenn es sich allerdings um Informationen handelt, die außerhalb des Bildungsbereiches unbedeutend sind, wäre es nur fair, Anwenderzuwendungen zu zahlen. Vorbildliches Verhalten ist hier sicher auch im Sinne Ihres Erziehungsauftrags.
 
Ich bin Schüler und benötige A-fair-lizenzierte Informationen für den Unterricht. Muß ich Anwendervergütungen zahlen?
Wenn Sie mit den Informationen zufrieden sind, haben Sie offenbar einen Nutzen. Dann wäre eine Vergütung fair. Fair ist es allerdings auch, wenn Sie das von Ihren finanziellen Möglichkeiten abhängig machen. Wenn Sie aber unzufrieden mit den Informationen sind, bitten Sie doch Ihre Schule, etwas anderes einzusetzen.
 
Kann ich als Autor bei der Veröffentlichung die Anwender-Klientel einschränken, z.B. wenn ich keine juristischen Personen (Firmen) als Anwender haben möchte?
Nein. Wir sehen im Moment auch keinen Sinn für eine solche Einschränkung. Die einzige theoretische Möglichkeit bestünde in der Nutzung eines regional beschränkten A-fair-Services. Wenn Sie eine "verschärfte" A-fair-Lizenz für Ihre Veröffentlichung nutzen möchten, sollten Sie fairerweise die Original-A-fair-Lizenz bei einem beliebigen A-fair-Service lizenzieren und nach Ihren Wünschen verändern.
 
Muss ich die Autorenvergütungen versteuern?
Das hängt von den Steuergesetzen Ihres Landes ab. In Deutschland handelt es sich um freiberufliche Tätigkeit, in der Regel wohl für künstlerische oder wissenschaftliche Zwecke. Dafür gibt es kleine Freibeträge, bei Nachweis Ihrer Aufwendungen kann das Einkommen sogar negativ werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Finanzamt.
Da die Höhe der Autorenvergütung öffentlich einsehbar ist, ist es sehr zu empfehlen, sie gegenüber dem Finanzamt auch anzugeben. Bedenken Sie aber, dass Sie vermutlich viel weniger oder vielleicht gar keine Einnahmen aus Ihrem Produkt hätten, wenn Sie A-fair nicht nutzen würden. Außerdem betrachten wir es als fair, die Steuergesetze zu beachten.
Auf Anforderung stellt a-fair.de den Autoren schriftliche Quartalsabrechnungen für das Finanzamt aus. Weil der A-fair-Service den Finanzämtern bisher (1999) noch nicht geläufig ist, muss mit Rückfragen gerechnet werden.
 
Kann ich die Anwendervergütungen steuerlich absetzen?
Das hängt von den Steuergesetzen Ihres Landes ab. Bezogen auf die deutschen Steuergesetze handelt es sich bei kommerziellen Anwendern unserer Meinung nach um Betriebsausgaben. Bei Arbeitnehmern, die zum Beispiel im Bildungsbereich A-fair-Informationen verwenden, handelt es sich entsprechend um Werbungskosten. Wir sind davon überzeugt, dass die deutschen Finanzbehörden dies auch so sehen werden.
Finanzämter geben sich in der Regel bei kleinen Beträgen damit zu Frieden, dass eine Ausgabe glaubwürdig gemacht wird. Dafür müsste ein Ausdruck der entsprechenden Web-Formulare mit Ihren Zahlungen genügen, insbesondere, wenn Sie Ihre Kontoauszüge als Beleg dazugeben.
Weil der A-fair-Service den Finanzämtern bisher (1999) noch nicht geläufig ist, muss mit Rückfragen gerechnet werden. Wenn dabei Schwierigkeiten auftreten, schreiben Sie uns bitte.
 
Ich bin Student und veröffentliche Informationen auf einem Server meiner Universität. Wäre eine Veröffentlichung unter A-fair-Lizenz ein Widerspruch zum universitären Verbot kommerzieller Verbreitung?
Das müssen wohl letztendlich die Universitäten entscheiden. Einerseits stellt ein Autor seine Informationen unentgeltlich zur Verfügung und tritt auch nicht in geschäftlichen Kontakt mit dem Anwender. Andererseits erhält er im Idealfall Vergütungen vom A-fair-Service ausbezahlt, profitiert also direkt finanziell von seiner Veröffentlichung. Unbestritten ist wohl, dass ein A-fair-Service ein kommerzieller Betrieb ist, der wohl nicht den Uni-Regeln entspricht.
Im Zweifelsfall empfehlen wir Uni-Autoren folgendes: Veröffentlichen Sie unter A-fair-Lizenz, und geben Sie einen fairen Teil Ihrer Vergütungen an Ihre Uni weiter. Schliesslich stellt diese Ihnen ihre Leistungen unentgeltlich zur Verfügung. Ausserdem steigt so die Wahrscheinlichkeit, dass die A-fair-Lizenz von den Unis geduldet und vielleicht sogar unterstützt wird.

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